Eine sehr großer Vorteil an einem Studium am Un ion College ist die sechswöchige Winterpause. Das ist deutlich länger als bei den meisten anderen Colleges. Das wollten wir natürlich nicht ungenutzt lassen und so sind wir Ende November nach Abschluss unserer Prüfungen auf eine sechswöchige Reise durch die USA aufgebrochen.
Das erste Wochenende habe ich zunächst in New York City bei Freunden verbracht. Das war schon ein kleines Highlight, da die Wohnung nicht all zu schlecht in der upper eastside in der 5th Avenue gelegen war und auch sehr nett eingerichtet war
. Allerdings gaben uns die eisigen Temperaturen schon einen kleinen Vorgschmackauf den Winter und so war ich auch froh, New York gegen das deutlich wärmere Kalifornien einzutauschen.
Zusammen mit vier internationalen Studenten, starteten wir unseren Trip südlich von Los Angeles in Orange County.
Eines unserer ersten Ziele war San Diego mit seinem bekannten Zoo. Dort ist alles sehr natürlich gehalten, so dass ein wenig Safari Stimmung aufkam. Nachdem wir das Nachtleben in San Diego ein paar Tage ausgetestet hatten, ging es dann weiter in Richtung Hollywood und Los Angeles.
Die Villen in Beverly Hills waren wirklich sehr beeindruckend, wenn wir auch von LA Downtown etwas enttäuscht waren.
Die nächste Station war dann Las Vegas. Das Lichtermeer, dass beim Blick auf die Stadt in der Wüste vor einem aufflammt, ist wirklich beeindruckend. Auch die Attraktionen in Vegas, wie die berühmte Wasserschau vor dem Bellagio, haben mich doch sehr beeindruckt, wenn ich auch beim Spielen leider keinen großen Gewinn verbuchen konnte.
Nach dem grellen Vegas, ging es dann weiter in Richtung Grand Canyon. Allein die Anfahrt auf einer Schotterpiste war ein reisen Spaß und ließ echtes Rallyfeeling aufkommen – zum Glück hatten wir einen Mietwagen. Der Grand Canyon war die recht lange Anreise auf jeden Fall wert. Wir konnten auf einer neugebauten Brücke mit Glasboden direkt über dem Canyongrund schreiten und der Ausblick war einfach fantastisch.
Als nächstes großesn Naturschauspiel besuchten wir anschließend Death Valley, abermals eine beindruckende Erfahrung und dank des Winters waren auch die Temperaturen erträglich.
Als nächste Stadt stand dann SAn Fransisco auf dem Programm. Auf jeden Fall ein sehr schöner Ort, wenn uns auch die Temperaturen unliebsam ans unterkühlte New York erinnerten.
Ein weiteres Highlight war der Besuch eines unserer Freunde von Union, der in Davis, in der Nähe Sacramantos wohnt. Dort testeten wir erst im naheglegenen Nappa Valley einige Weise und entspannnten dann abends gemütlich in seinem Garten in einem Jakuzzi. Das ließ swich aushalten.
In Sacramento sahen wir dann auch Arnold Schwarzenegger, den Governator bei der Einweihung des offiziellen kalifornischen Christbaumes.
Von Sacramento ging es dann schließlich entlang der wunderschönen Küstenstraße zurück nach Los Angeles, da nach drei Wochen Kalifornien unser nächstes Ziel – Hawaii bereits auf uns wartete.
In Hawaii besuchten wir zunächst einen meiner Freunde, Andi, der für zwei Jahre in Honolulu studiert. Besonders die extrem angenehmen Temperaturen – 25 grad nachts – ließen uns unsere Ankunft genießen und den Urlaub mit Vorfreude erwarten.
Oahu ist vor allem durch Honolulu, die einzige Großstadt Hawaiis mit einer knappen Million Einwohner geprägt. Dort sahen wir auch viele Deutsche, vor allem aber extrem viele Japaner. Nach einer ausgiebigen Inselerkundung, Dschungeltouren und zwei Windsurftagen nahmen wir dann nach einer Woche die Fähre nach Maui.
Maui ist das Paradies für Windsurfen und der North Shore, mit Stränden wie Hookipa welberühmt. Da meine Fähigkeiten für Hookipa wohl doch eher nicht ausgereicht hätten und das Riff dort keine Fehler verzeiht (das Wasser ist extrem flach und voller scharfkantiger Felsen) war ich meistens in Kanaha, einem Surf spot in der Nähe Hookipas mit etwas angenehmeren Bedingungen surfen. Es war das erste Mal, das ich in richtigen Wellen, die an der Riffkante brechen surfen war und es hat unglaublich viel Spaß gemacht.
Ein weiteres Highlight waren die vielen Tiere, die man während des surfen beobachten konte. so habe ich z.B. nur wenige Meter entfernt einen Orkawal und mehrere Meeresschildkröten gesehen.
Nach einer Woche Maui und zerschundenen Händen ging es dann abschließend noch einmal zurück nach Honolulu, wo wir Silvester am Waikiki Beach verbrachten. Das Feuerwerk dort war sehr schön und wurde von einem Schiff in der Bucht abgeschossen, wenn auch für europäische Verhältniss etwas klein, da es das einzige Feuerwerk war.
Nach dem vielen Urlaub bin ich nun zurück im kalten New York und fange langsam wieder das Studieren an.
Nach sechswochen wunderschönem Urlaub wird das aber wohl auch wieder höchste Zeit.
































