G’day Germany!
Mein zweiwöchiger Trip an der Ostküste mit Sigi und Uli, meinen Mitbewohnerinnen aus Karlsruhe, ist leider viel zu schnell zu Ende gegangen. Heute hat die Uni wieder begonnen, aber am liebsten würde ich noch weiter durch Australien reisen, dieses Land ist einfach wunderschön!!
Begonnen hat unsere Reise in Sydney. Dort haben wir beim Abendessen am Darling Harbour auf unser Wiedersehen angestossen. Am nächsten Tag sind wir 5km am Bondi Beach entlang spaziert (genau dort, wo übrigens auch die Germany’s Next Topmodel-Kandidatinnen waren
. Es ist echt Hammer, was für schöne Strände es direkt in einer Metropole wie Sydney gibt! Anschließend haben wir direkt an der Strandpromenade Seafood gegessen – nirgendwo sonst war es so gut und günstig…
Von Sydney aus sind wir dann nach Cairns geflogen. Dort haben wir gemeinsam mit drei Freunden von mir aus dem Evatt House (mein Mitbewohner Sean und seine Freundin Liz aus Amerika und meine Mitbewohnerin Hannah) einen Ausflug in den tropischen Regenwald gemacht. Die Lage von unserem Hostel war super – mitten im Regenwald und direkt am Strand von Cape Tribulation – also Natur pur! Auf dem Weg zur Bar bin ich fast auf eine Schlange getreten und beim Mittagessen auf der freien Terasse ist auf einmal eine riesige Echse um die Tische herum gekrochen. Außerdem haben wir auf einer Flussfahrt freilebende Krokodile gesehen! Krokodilfleisch schmeckt übrigens ähnlich wie Hühnchen – das mussten wir unbedingt probieren, als wir es auf der Speisekarte in unserem Hostel entdeckten
Von Cairns aus sind wir auch mit einem High-Speed Boot zum Great Barrier Reef gefahren. Vom starken Wind wurde ich leicht seekrank, aber beim Tauchen ging es mir dann schlagartig wieder gut. Es gab sooo viel zu sehen: große und kleine Fische, die verschiedensten Korallen und sogar Haie! Aber keine Angst, die waren harmlos
Nach Cairns sind Sigi, Uli und ich ohne meine Komilitonen weiter nach Magnetic Island gefahren. Wir hatten riesen Glück und haben ohne Reservierung das letzte Zimmer im YHA, der australischen Jugendherberge, bekommen. Das YHA war richtig schön – wir haben in einem süßen Bungalow geschlafen und es gab einen Pool und eine große Terasse. An der Horsehoe Bay konnten wir einen Tag lang so richtig chillen
An dem anderen großen Strand, Picnic Bay, haben wir am nächsten Tag ein Picknick gemacht. Obwohl uns gesagt wurde, dass auf der Insel gerade Hochsaison ist, haben wir keine Menschenseele am Strand gesehe. Auf Magnetic Island hätte ich es gut noch ein paar Tage länger aushalten können. Es gibt viele Strände, an die man nur zu Fuß hin kommt und die ich unbedingt noch sehen will…
Anschließend ging es zum Segeln bei den Whitsunday Islands. Die Fotos sind denke ich selbsterzählend – es war wunderschön
Nur das Segelschiff war etwas kleiner und einfacher als erwartet. Wir waren zu acht in einer Mini Kajüte untergebracht, in der auch die Tauchausrüstung verstaut war. Außerdem gab es nur eine Dusche für 20 Leute, die gleichzeitig auch eine Toilette war. Davon abgesehen war alles super: war das Sonnen auf Deck, Schnorcheln im Great Barrier Reef, die weißen Sandstrände, die Sonnenuntergänge, das Essen und das abendliche Zusammensitzen unter sternenklarem Himmel.
Nach den Whitsundays, sind wir zur nächsten Insel aufgebrochen – Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt! Die haben wir zu zehnt, gemeinsam mit vier anderen internationalen Studenten, erkundet. Tagsüber fuhren wir mit einem bis zum Rand bepackten Jeep über unbefestigte Sandstraßen am Strand und durch den Regenwald. Das war anfangs noch beängstigend, hat dann aber immer mehr Spaß gemacht. Abends haben wir unsere Zelte aufgeschlagen, gekocht und in den Dünen am Meer Goon getrunken (billiger australischer Wein, der in Plastikbeuteln verpackt wird, aber eigentlich ganz gut schmeckt). Gebadet haben wir während der drei Tage nur in Süßwasser-Seen – das macht man so als Camper
Einer der Seen, Lake McKenzie, war wirklich atemberaubend: mit kristallklarem Wasser und weißem Sand!!
Die letzte Station unserer Reise war dann schon Brisbane. Die Stadt hat mir richtig gut gefallen – es gibt eine breite große Fußgängerzone und es herrscht soviel Leben auf den Straßen! Obwohl am Anzac Day, einem australischen Nationalfeiertag, fast alle Läden geschlossen waren, war die Einkaufsstraße voller Leute. Abends findet der Salsa-Kurs einfach draussen mitten auf einem Platz statt. Unseren letzten gemeinsamen Tag haben wir Mädels dann richtig genossen – morgens waren wir schön Frühstücken, dann den ganzen Tag auf großer Shoppingtour und Abends im Kino, das übrigens noch bombastischer als unsere Schauburg war.
Zurück im Evatt House fühle ich mich fast schon ein bisschen heimisch. Jeder freut sich total, die anderen wieder zu sehen. Ich finde es total süß, wenn sie immer sagen: ‘It’s so good to have everybody back’
Am Freitag feiern wir unser Zusammensein mal wieder im legendären Shorty Pub. Diesmal ist das Thema Feier-/Festtage. Unser Block verkleidet sich nach dem Motto ‘Oktoberfest’, wobei ich mich frage, warum das in Australien ein Feiertag sein sollte!? Aber das sehn die hier nicht so eng… Jetzt werden erst mal Kostüme besorgt – auch für Sigi und Uli! Die kommen mich nämlich noch im Evatt House besuchen. Bin ja schon sooo gespannt, wie es ihnen gefällt…
So, ich denke, jetzt habe ich ausführlich genug von meiner spannenden Reise berichtet! Demnächst kommen auch noch mehr Fotos!!
Viele liebe Grüße in die Heimat!
See U, Kathi