Trends im Online-Reisemarkt 2009

Da wir schon lange nicht mehr gebloggt haben, nun mal ein etwas längerer Eintrag ;). Vor kurzem habe ich einen Artikel von Travolution über die „Top ten travel technology trends for 2009“ gelesen und möchte dazu ein paar Gedanken niederschreiben. Beim Durchlesen des Artikels habe ich sehr viele Parallelen zu gloveler.com gesehen und einige der Trends in unserem Geschäftsmodell wiedergefunden. Im folgenden benenne ich zuerst die Trends aus dem Artikel und gebe dann eine kurze Einschätzung dazu aus der Sicht eines Internet-Tourismus Start-ups:

  1. Trotz Krise gibt es noch Möglichkeiten Investoren zu finden:  Dies trifft wohl nicht nur auf die Tourismusindustrie zu. Viele der aktuell erfolgreichen Internetunternehmen wurden kurz nach dem Platzen der Dotcom-Blase gegründet. Eine interessante Begründung die ich dazu gehört habe, ist, dass in der Krise die großen Konzerne sparen und Innovationen deshalb vermehrt von kleinen Start-ups vorangetrieben werden. Zu der Einschätzung, dass immer noch Kapital vorhanden ist, passt auch die Nachricht des Ferienwohnungs-Vermittlers HomeAway, der 405 Millionen Dollar an Kapital beschafft hat.
  2. Das Reiseerlebnis wird „Informatisiert“: Damit ist gemeint, dass die Informationsbereitstellung einen immer wichtigere Rolle einnimmt. Ich denke, dass es aber kritisch sein wird, nicht nur mehr Informationen zur Verfügung zu stellen (wobei sich wohl ein Mix aus redaktionellem und user-generated Content durchsetzen wird) sondern diese auch sinnvoll zu filtern. Eventuell eine Chance für Mash-Ups, die auf der einen Seite die richtigen Informationen mit den richtigen Angeboten aus dem Tourismusbereich kombinieren.
  3. Software as a Service (SaaS), Cloud Computing und Open Source bringen neue Innovationen hervor: Dieser Punkt ist relevant für gloveler.com unter Betrachtung der Frage Service/Tool/Plattform vs. Portal/Marktplatz.
  4. Anbieter bieten personalisierte Shopping-/Buchungs-Tools: Dieser Punkt spiegelt komplett unsere Ausrichtung wieder. gloveler.com bietet für den Privatvermieter ein Management-Tool zum Verwalten seiner Unterkünfte und für den Reisenden ein professionelles Buchungs-Tool. Dadurch kann jeder private Anbieter mit den großen Hotelketten mithalten.
  5. Verschiedene Technologien nähern sich einander an: Durch diesen Punkt wird z.B. das Zusammenführen von Videos, die man früher nur im Fernsehen sehen konnte mit dem Internet beschrieben.
  6. Eine Flut an mobilen und location-based Anwedungen werden auf den Markt kommen: Hierzu will ich nichts verraten, außer dass wir da natürlich auch da dran sind ;) Lasst euch überraschen.
  7. Neue Technologien in der Werbung verändern die Reise-Distribution: Dieser Punkt kommt vor allem den informationsgetriebenen Geschäftsmodellen (Punkt 2) zugute. Gerade im Tourismusbereich muss man auf innovative und außergewöhnliche Werbung setzen.
  8. Auf der Suche nach einer besseren Suche: Die semantische Suche darf wohl auf keiner Trendliste fehlen. Schon während unserem Studium waren Semantik und Ontologien stark vertreten, aber eben auch ein Beispiel dafür was in der Theorie alles gehen sollte, aber in der Praxis nicht funktioniert.
  9. Demokratisierung des Angebots führt zu gleichen Wettbewerbsbedingungen für alle: Wieder ein sehr zutreffender Punkt. Man könnte auch sagen „gloveler.com – die Demokratisierung des Unterkunftsmarkts“. Jeder kann auf gloveler.com direkt seinen Schlafplatz anbieten, ohne Zwischenvermittler oder Agentur.
  10. Business Inteligence und Analysetools werden immer wichtiger: Na klar, je mehr man als Teilnehmer auf dem Reisemarkt über seine Kerndaten bescheid weiß, desto effizienter kann man agieren – getreu dem Motto „es gibt immer etwas zum Optimieren“.

Jetzt wurde der Eintrag doch länger als erwartet. Ich hoffe, dass ich euch nicht mit meinen Gedanken gelangweilt habe, sondern, dass jetzt eine schöne Diskussion entsteht ;)

PS: der nächste Eintrag wird wieder kürzer…

6. Mai 2009
Ein Kommentar
  1. Martin sagt:

    Super Zusammenfassung, Danke!

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