Eine Reisegeschichte: Koreanische Düfte im Thüringer Wald

Wenige Tage nach unserem Aufruf, uns doch die schönsten Reiseerlebnisse aus Vermieter- oder Gästesicht zu schicken, bekamen wir bereits die ersten Einsendungen. Die folgende Geschichte soll Ihnen zeigen, welche Möglichkeiten des interkulturellen Austausches die Vermietung einer Ferienwohnung bietet.

So schreibt uns Familie Bradsch:

Als Gastgeberfamilie einer mit viel Liebe zum Detail eingerichteten *** Fewo mit 4 Betten und einer Aufbettungsmöglichkeit am Rande der Universitätsstadt Ilmenau im Ortsteil Unterpörlitz gelegen, laden wir die Gäste nach mindestens 12 Aufenthaltstagen zu einem Grillabend mit den bekannten Thüringer Rostbratwürsten zum Abschied aus Thüringen ein, wenn die Gäste auch damit einverstanden sind.

So geschah es auch an einem Sommerabend 2009. Während der gemütlichen Runde wurde das Gespräch durch das Läuten des Telefons unterbrochen. Am anderen Ende der Leitung erklang eine zärtliche Stimme: „hier Sandra aus Ilmenau. Können Sie 4 Personen in ihrer Fewo unterbringen? Meine Eltern möchten zum Abschluss meiner Dr.-Arbeit hierher kommen.“

Meine Frage zurück: „wann brauchen Sie die Zimmer?“ Sandra antwortete „so um den 8.Oktober“.

Der Blick in den Belegungskalender zeigte freie Tage an und so konnten wir den Wunsch erfüllen.

Inzwischen waren 3 Wochen vergangen und der Anreisetag  erreicht. Am späten Nachmittag näherte sich ein etwas älteres Auto unserem Grundstück und es entstieg für uns erkennbar eine ostasiatische Person, der Fahrer eher ein Germane. Nach kurzer  Begrüßung war klar es sind Sandras Mutter und Vater. Sie erklärten sogleich, dass die Tochter Sandra das Quartier gebucht hätte und die noch fehlenden 2 Personen gegen 20 Uhr aus Hamburg mit dem Zug hier ankommen werden.

Inzwischen verstauten die Eltern ihre mitgebrachte Ladung in der Fewo. Viele Kartons waren dabei voll mit Gemüse gefüllt. Wir konnten nicht glauben, dass 4 Personen in 3 Tagen soviel verzehren werden. Sehr schnell erfuhren wir von der Mutti, dass sie und ihre aus Hamburg inzwischen eingetroffene Schwester für zirka 50 Personen in unserer Fewo kochen wollten um nach der erfolgreichen Verteidigung der Dr-Arbeit von Sandra ein typisch koreanisches Essen für den Lehrkörper der Uni zu spendieren.

So wurde schon sehr früh damit begonnen, die vielen Kleinigkeiten eines solchen Festessens vorzubereiten. Es dauerte nicht lange und schon bald duftete die ganze Umgebung um unser Haus nach koreanischen Leckereien. Vor der Abfahrt zur Ilmenauer Universität wurden wir eingeladen ein Urteil abzugeben und stellten dabei fest, wie gastfreundlich unsere gestressten ersten Gäste aus Korea doch diese Herausforderung bewältigten.

Zum Abschluss gelang noch ein Erinnerungsfoto, leider ohne die erfolgreiche „Frau Dr. Sandra P.“, die mit ihrem Dr.Titel den Eltern soviel Freude bereitete.

Wenn auch Sie die typisch Thüringische Gastfreundschaft von Familie Bradsch erleben möchten, oder sie mit Ihren Kochkünsten beeindrucken wollen, können Sie hier direkt Ihren nächsten Kurzurlaub buchen.

27. September 2010
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