Eine Reisegeschichte: die Tücken der Interkulturellen Kommunikation

Liebe Leser unseres Blogs,

es ist wieder an der Zeit für eine Reisegeschichte: diesmal ist es eine Beschreibung der Tatsache, dass Kulturen nicht einmal an unterschiedlichen Enden des Erdballes liegen müssen, um sich falsch zu verstehen. Auch in Europa gibt es bereits einige kleine, aber feine Unterschiede in der Alltagskommunikation, die zu Missverständnissen führen können.

In diesem Fall ist noch einmal alles gut gegangen…

Wie gewohnt fragte ich am Morgen ich meine zwei bulgarischen Gäste, die am Frühstücktisch saßen, ob Sie gut geschlafen hätten. „Ja, Danke“, sagten sie auf Englisch und schüttelten ihre Köpfe von links nach rechts und zurück, so als meinten sie Nein!

Etwas irritiert und besorgt fragte ich sie nach dem Grund…“War es Ihnen zu laut im Zimmer?“ und dachte an die paar Autos draußen.

„Nein, Nein“ sagten Sie, diesmal bewegten sie Ihr Kopf von oben nach unten in einer nickenden Bewegung.

Was nun? Ich war um meine armen Gäste besorgt, und überlegte mir, sie in ein anderes, ruhigeres Zimmer umzusiedeln.

„Möchten Sie das Zimmer wechseln?“

„Nein, nein, nicht nötig“ sagen Sie…Ihr Kopf bewegt sich aber JA! „alles ist bestens“

Noch hatte ich keinen Verdacht geschöpft. Ich dachte, dass die Nacht Ihnen zwar unangenehm war, aber sie nicht zur Last fallen wollten.

„Es ist wirklich kein Problem für mich, das Zimmer ist gleich vorbereitet, und Sie können gerne umziehen, natürlich können Sie auch im Zimmer bleiben…Sind Sie sicher, dass Sie im Zimmer bleiben wollen?“

„Ja, Ja“ sagten sie gleichzeitig und bewegten den Kopf zu Bekräftigung ihre Aussage, als hätten sie nein gesagt….

Ich dachte an Japaner die nie Nein sagen, weil es unhöflich ist, oder Koreaner, die immer lachen, besonders wenn sie verlegen sind. Ist es ein anderer Code? Habe ich was missverstanden? So kam ich auf die Idee Ihnen eine Frage zu stellen, auf die ich die Antwort bereits wusste…

„Ist es Montag heute?“

Die zwei unterhielten sich kurz…“wir haben schon Dienstag“  – Ihr Kopf blieb starr.

14. Dezember 2010

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