Eine Reisegeschichte: Gastfreundlichkeit Down Under

Liebe Leser,

es ist wieder an der Zeit, eine neue Reisegeschichte zu veröffentlichen und nachdem letzten Monat ein Vermieter zu Wort kam, darf heute eine Reisende berichten, wie es sich in fernen Landen als Gast so anfühlt. Viel Spaß beim Lesen!

Meiner Universität werde ich für immer dankbar dafür sein, dass in der Prüfungsordnung des Studienganges Englische Philologie (Anglistik) vermerkt ist, dass Studenten mindestens 3 Monate im englischsprachigen Ausland verbringen müssen. Nachdem ich zunächst nach England wollte, gab mir mein Vater einen Schubs in die richtige Richtung, indem er meinte „Würdest du nicht lieber nach Australien gehen? Ich habe da einen Freund, der dich sicher gerne beherbergt.“

Gesagt, getan – das Urlaubssemester wurde beantragt, das Work & Travel Visum ebenfalls und mit nur 4 Monaten Vorbereitung die Reise in das ferne Land down under, Australien, vorbereitet – 7 Monate wollte ich dort verbringen und zunächst eben bei den Freunden meines Vaters unterkommen.

Am Flughafen Perth (Western Australia) wurde ich bereits herzlich von meinen Gastgebern begrüßt und dem Jetlag begegneten wir mit einem gemütlichen Spaziergang durch die Umgebung des Hauses – in dem Stadtteil, in dem Heath Ledger aufgewachsen ist! Als dann zum Abendessen auch Sohn und Tochter meiner Gastgeber eintrudelten, war die Idylle perfekt: die beiden waren genau so nett, wie ihre Eltern und alterstechnisch nur wenig jünger als ich: ich fühlte mich gleich wie zuhause.

Für mich ganz alleine bekam ich ein kleines Zimmerchen mit Bett, Kleiderschrank, Schreibtisch und (ganz wichtig!) Ventilator, zum Haus einen Schlüssel und durfte mich gleich völlig frei bewegen.

Etwa eine Woche nach meiner Ankunft (ich hatte die Zeit dazu genutzt, mir eine australische SIM-Karte zu besorgen, ein Konto zu eröffnen, meinen Visum-Sticker in den Pass zu kleben und mich an die Spätsommerliche Hitze mit 40° Ende Februar zu akklimatisieren) saß ich nichtsahnend auf der Terrasse und sah im Garten den australischen Elstern zu, als meine Gastgeberin Leanne meinte: „übrigens – Frank und ich sind uns einig, du darfst sehr gerne die ganzen sechs Monate bei uns bleiben, du bist uns jetzt schon wie eine zweite Tochter!“

Diese Quasi-Adoption durch meine Gasteltern führte dazu, dass ich tatsächlich fast vier Monate das echte, australische Leben genießen durfte – mit gelegentlichen Abstechern zu einer Arbeitsstelle im Country Pub in Coorow (viel zu einsam!) und zu einer einwöchigen Tour ins Red Centre (Uluru, Kata Tjuta, Western McDonnel Ranges – fantastische Landschaft!) bevor ich dann zwei Monate eine Arbeit auf King Island, einer kleinen Insel bei Tasmanien, fand.

Das schönste: zwei Jahre, nachdem ich Australien bereist hatte, kamen meine Gasteltern nach Europa und ich konnte mich für die großzügige Gastfreundschaft revanchieren, indem ich sie ebenfalls für einige Zeit in meiner Wohnung aufnahm. Diese durch das Reisen und die Studienordnung entstandene Freundschaft wird hoffentlich noch lange anhalten.

Übrigens: gloveler bietet zwar noch keine Privatunterkünfte in Australien, wir suchen Ihnen jedoch sehr gerne eine Unterkunft um vielleicht ein ähnliches Erlebnis mit den herzlichen Australiern zu ermöglichen. Australische Gäste haben wir allerdings schon an günstige Privatunterkünfte in Nürnberg und auch an die Ferienwohnung Casa Maria in Karlsruhe erfolgreich vermitteln können. Der Austausch zwischen den entgegengesetzten Enden der Welt funktioniert also über gloveler.de sehr erfolgreich: machen Sie mit!

22. Oktober 2010
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