„Ich komme nach Leipzig, an den Ort, wo man die ganze Welt im Kleinen sehen kann.“

Vom 18. bis  21. März, also in knapp einem Monat, öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Türen dem Publikum, und zwar die gesamte Zeit. Leipzig lohnt sich schon rein terminlich durchaus, denn spätestens im Sommer braucht man Lesestoff für einen Urlaub, den man über gloveler.com buchen kann.

Ein weiteres Kennzeichen der Publikumsorientierung ist der Preis der Leipziger Buchmesse für Belletristik, Sachbuch und Übersetzung. Unter den Nominierten ist in der Belletristik dieses Jahr unter anderem die Autorin, die in den letzten Monaten durch viele Schlagzeilen und Feuilletons geisterte: Helene Hegemann mit ihrem Buch Axolotl Roadkill. Dass sie abgeschrieben und damit das Urheberrecht verletzt hat, bestreitet niemand mehr, die juristische Frage wird sich vor Gericht oder außergerichtlich zwischen Ullstein und dem SuKuLTuR-Verlag klären. Doch was die künstlerische Frage betrifft, ob das Abschreiben die Authentizität des Buches mindert, wird der Preis eine Art Signal sein.

Für den Übersetzerpreis nominiert ist der Roman 2666 des 2003 verstorbenen chilenischen Autors Roberto Bolaño, der inzwischen aus der lateinamerikanischen Literatur nicht mehr wegzudenken ist. Wenn man andere Werke wie beispielsweise Los detectives salvajes von ihm kennt, weiß man, dass Bolaños Stil ein anderer ist als beispielsweise der vom Gabriel García Márquez, der in Hundert Jahre Einsamkeit ein „verzaubertes“, magisch reales Lateinamerika darstellt. Bolaño schreibt andererseits stilistisch weniger hochgestochen, man könnte fast sagen „flapsiger“, als der sprachökonomische Argentinier Jorge Luis Borges, in dessen Kurzgeschichten wie Die Bibliothek von Babel manche eher einen Europäer sehen wollen. Thematisch verwebt Bolaño in 2666 fünf Handlungsstränge miteinander, die kaum unterschiedlicher sein könnten und dennoch zwei Berührungspunkte aufweisen: Das brutale Leben an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze und einen deutschen Schriftsteller, dem vier Kritiker auf die Spur kommen wollen. Gerade bei derartiger eher fragmentarischer Literatur ist ein besonders guter Übersetzer gefragt, damit nicht Robert Frosts Diktum zutrifft: „Poetry is what gets lost in translation.“ Für diese Aufgabe wurde Christian Hansen nominiert.

Man darf gespannt sein. Auch heute hätte Lessing, von dem das Zitat im Titel stammt, sich  in Leipzig wohlgefühlt. Wer zur öffentlichen Preisverleihung am Donnerstag, den 18. März 2010, möchte, könnte Interesse an einem unserer Apartments in Leipzig haben. In diesem hier

http://gloveler.com/de/wohnung/Leipzig/apartment-in-leipzig

scheinen die Lesesessel besonders bequem. Da machen die frisch signierten Exemplare gleich noch mehr Spaß.

25. Februar 2010

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