Das Tourismus-Jahr 2016 – Prognose und erste Trends

Tourismus-Trends 2016

Das Reise-Jahr 2016 ist bereits zwei Monate alt. Was sagen die Prognosen für das Rest-Jahr? Was sind die ersten Trends? Welche Entwicklungen gibt es speziell bei Privatunterkünften?

Vermieter von Privatunterkünften in Deutschland profitieren 2016 von zwei auf den ersten Blick widersprüchlichen Entwicklungen: Stabile Wirtschaftsaussichten und zunehmende Ängstlichkeit bei Auslandsreisen.

Eigentlich sprechen alle Grundfaktoren für ein hohes Reisevolumen. 2015 war für die deutsche Touristik das sechste Rekordjahr in Folge, die Wirtschaft wächst stabil, die Einkommen sind gestiegen, die Konsumlaune ist konstant hoch.

Wäre da nicht die Faktoren Verunsicherung und Terrorangst. Die Deutschen schauen pessimistischer in die Zukunft als 2015, zum ersten Mal seit sechs Jahren planen die Deutschen weniger Urlaubsreisen als im Vorjahr (Stiftung für Zukunftsfragen).

Ehemals beliebte Reiseziele wie Türkei, Tunesien und Ägypten haben mit Anschlägen und einer angespannten Sicherheitslage zu kämpfen. Als Folge haben viele Urlauber ihre Auslandsreisen noch nicht gebucht. Der Umsatz im Januar – traditionell der stärkste Monat der Reisebranche – ging im Vergleich zum Vorjahr um 12% zurück (GfK Reisebüro-Panel).

Für die Reisebranche im Ganzen sind das alarmierende Zahlen. Für Anbieter von Privatunterkünften in Mitteleuropa erweist sich die aktuelle Lage jedoch als Boomfaktor, wie Wachstumszahlen von fast 20% im Jahr 2015 zeigen.

Zum einen bieten Privatunterkünfte ein höheres Sicherheitsgefühl als Hotels, da sie nicht so exponiert sind. Zum anderen profitieren Mitteleuropa und insbesondere Deutschland jetzt von ihrem Ruf als sichere Reiseziele. 2015 haben Anreisen aus dem Ausland um über sechs Prozent zugelegt, gegenüber einem Plus von knapp zwei Prozent aus dem Inland. Diese Trends werden sich fortsetzen (CMT Reisetrends 2016).

Auch Städte-Kurztrips sind weiter im Kommen. Immer mehr Menschen verreisen mehrmals für einige Tage statt einmal für mehrere Wochen. Privatvermieter profitieren in jedem Fall, ob sie eine Ferienwohnung auf dem Land besitzen oder ein Zimmer in ihrer Stadtwohnung anbieten.

Im letzten Jahr hat sich außerdem eine seit Jahren andauernde Entwicklung beschleunigt. Kleine Hotels und Gasthäuser schließen, während Kettenhotels und Privatunterkünfte zulegen.

Fazit: Reisende sind wegen Terroranschlägen verunsichert und bevorzugen sichere Reiseziele. Deutschland und Privatvermieter profitieren besonders.

25. Februar 2016
2 Kommentare
  1. Wenn es da nicht den Erlass des Senat von Berlin geben würde, der die Weiternutzung von privaten Eigentums Wohnungen, als Ferienwohnung, ab dem 01.05.2016 untersagt! Aus diesem Grund, beschäftige ich mich mit dem Verkauf meiner Immobilie. Für mich ist es ein nicht hinzunehmender Eingriff in das Eigentumsrecht, wogegen es mehrere Klageverfahren geben soll, leider haben diese aber keine aufschiebende Wirkung.

    Mit freundlichem Gruß aus Berlin
    Christian Duxa

  2. Seidel sagt:

    Hallo
    Für das Jahr 2016 ist die Nachfrage noch nie so stark gewesen in den ersten Monaten des Jahres. Wir waren im Februar in der Regel um 30 % weniger ausgebucht………..
    Die Kunden haben einfach Angst ins Ausland zu fahren!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.