Babelbird 1: Der Löffel im Latte Macchiato

Ausspracheregeln hören sich trocken an, sind aber immens wichtig. Immerhin muss ich nicht nur im Wörterbuch nachschlagen können, dass „cucchiaio“ Löffel heißt, sondern ich sollte das Wort auch dem Kellner sagen können, wenn ich vor der Suppe sitze und sie kalt wird, weil mir das passende Werkzeug fehlt.

Die gute Nachricht: Italienisch ist aussprachetechnisch eine sehr viel einfachere Sprache als beispielsweise Französisch. Die meisten Buchstaben werden ähnlich wie im Deutschen gesprochen, nichts wird verschluckt. Womit man allerdings als Deutsch-Muttersprachler am Anfang Probleme hat, ist die Aussprache des „c“. Latte macchiato, ciabatta, gnocchi, bicicletta (Fahrrad), occhiali da sole (Sonnenbrille) – alles Dinge, die man in Italien brauchen kann, bestellen möchte und bei allen stellt sich die Frage nach dem c. Ganz zu schweigen von Städtenamen wie Civitavecchia, Catania oder Brescia, nach deren Richtung man sich erkundigen will, wenn man sich in schöner Landschaft verfahren hat.

Das c wird manchmal manchmal lauttechnisch wie „k“ gesprochen, manchmal wie „tsch“, manchmal auch nur wie „sch“. Das liegt an den Buchstaben, die das „c“ umgeben: Folgen die Vokale a,o oder u, wird c wie das deutsche „k“ gesprochen: Daher schreibt man auf italienisch den caffè, come (wie?) oder auch den cucchiaio (erstes c) mit c, spricht ihn aber wie k. Folgen auf „c“ allerdings die Vokale e oder i, wird aus dem c ein „tsch“. Das erklärt die ciliegie (Kirschen), oder das „tsch“ im Verb cercare (suchen).

Was passiert aber im Italienischen, wenn man ein k vor einem e oder i haben möchte? Ganz einfach: Es wird ein unausgesprochenes „h“ eingefügt. So erklärt sich der latte macchiato („makiato“), die gnocchi („njoki“), das zweite c im cucchiaio („kukiaio“) oder auch die korrekte Aussprache des Florentiner Philosophen Machiavelli. Warum im einen Fall zwei „c“ und im anderen nur eines steht, ist für die Frage, ob „k“ oder „tsch“ unerheblich.

Umgekehrt: Was, wenn ich ein tsch vor einem a, o oder u sprechen will?

Dann wird ein unausgesprochenes „i“ eingefügt. Das ist auch der Grund, warum das ciabatta „tschabatta“ ausgesprochen werden sollte: Außer der Umwandlung des c zum tsch erfüllt das i keinerlei Zweck an dieser Stelle, es bleibt unausgesprochen. Dasselbe gilt für das sehr wichtige Wort cioccolato (Schokolade).

Und nun die letzte Feinheit: Was passiert mit diesen Lautfolgen: „sce“ „sci“? Sie werden wie „sche“ bzw. „schi“ gesprochen. Wichtig für penne lisce (glatte Röhrennudeln) oder die oben genannte Stadt Brescia.

Mit diesem Wissen lässt sich auch diese bestimmt nützliche Floskel gut einsetzen: „Non c’è di che.“ („non tsche di ke“), nichts zu danken.

Praktisch einsetzen kann man diese Sprachkenntnisse in den Ferienwohnungen rund um Florenz, die nun online bei uns gebucht werden können, beispielsweise:

Tolle Ferienwohnung in der Toskana, Montevarchi, mit Pool

Wunderschöne Ferienwohnung mit Pool in der Nähe von Florenz

23. Februar 2010
Ein Kommentar
  1. Gerd sagt:

    Wow! Die Wohnung sieht von außen wirklich super aus. Und auch die Umgebung ist wunderschön.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.